Machen Sie beim Vererben von Immobilien keine Fehler
Stellen Sie die Weichen rechtzeitig. Damit vermeiden Sie Streit unter den Erben und helfen Ihren Nachkommen, Erbschaftssteuer zu sparen.

Immobilien machen in vielen Familien den Großteil des Vermögens aus. Doch Häuser und Wohnungen sind nicht leicht zu vererben. Ihr Wert übersteigt häufig die Freigrenzen um ein Vielfaches, die für die Schenkungs- und Erbschaftssteuer gelten. Deshalb ist es wichtig, den Übertrag von Immobilien an die nächste Generation rechtzeitig zu planen und dabei keine Fehler zu machen. So kann man zum Beispiel vorgehen:
Familienheim
Das Familienheim sollte im Nachlass eine Sonderstellung bekommen. Wenn eines der Kinder nach dem Tod der Eltern einzieht, fällt unter Umständen keine Erbschaftssteuer an. Sprechen Sie mit Ihren Erben und finden Sie heraus, ob jemand darin leben möchte. Wenn ein Kind das Elternhaus erben soll, schaffen Sie nach Möglichkeit einen finanziellen Ausgleich für die anderen. Wenn niemand am Haus interessiert ist, empfiehlt sich ein Verkauf.
Vermietete Objekte
Vermeiden Sie Erbengemeinschaften, denn sie führen oft zu Streit. Versuchen Sie, die Objekte möglichst fair unter den Erben aufzuteilen. Übersteigt der Wert die Freibeträge bei der Schenkungssteuer, kommt auch ein Übertrag über mehrere Jahrzehnte in Betracht. Denn die Freibeträge leben alle zehn Jahre neu auf. Leben beide Eltern noch und gehören ihnen die Objekte gemeinsam, verdoppelt sich der Freibetrag für jeden Erben. Über einen Zeitraum von 20 Jahren können die Eltern so an jedes eigene Kind Werte bis zu 2,4 Millionen Euro steuerfrei verschenken (Tabelle unten).
Nießbrauch
Oft ist es sinnvoll, den Nießbrauch zu behalten, wenn man eine Immobilie an die nächste Generation verschenkt. Dann bezieht man weiterhin die Mieten. Denn viele Menschen benötigen im Alter zusätzliche Einkommensquellen. Ein weiterer Vorteil des Nießbrauchs ist, dass er den schenkungssteuerlichen Wert der Immobilie senkt. Der Wert des Nießbrauchs orientiert sich an der Jahresmiete der Immobilie und an der restlichen Lebenserwartung des oder der Schenkenden. Nießbrauch ist übrigens auch bei Wertpapieren möglich.
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